Ausrangierte CDs und DVDs zur Klärung von Abwasser

Optische Disks zur Klärung von Abwasser?

Bildquelle: Optics InfoBase

Wer kennt sie noch? Reinigungs-CDs zur Reinigung der Linsen in CD-Laufwerken. Das Optik-Journal Optics InfoBase berichtet nun von einer ganz anderen Möglichkeit, mit ausgedienten optischen Datenträgern zu reinigen.

Der Physiker Din Ping Tsai und ein Forscherteam haben eine Möglichkeit entdeckt, alte Silberlinge zur Reinigung von Abwasser zu verwenden. Die optischen Speichermedien werden als Trägermaterial für Zinkoxid-Stäbchen zweckentfremdet und bilden eine “kostengünstige und effiziente Möglichkeit zur Behandlung der Umwelt”. Die resultierenden Nanostrukturen beschleunigen die Zersetzung organischer Molekulare unter UV-Bestrahlung und wirken als Katalysator. Agent Media schreibt dazu weiter:

In einem Test untersuchten die Experimentatoren den Effekt auf Methylorange. In Wasser gelöst wurde der giftige Azofarbstoff auf die behandelte CD geträufelt. Man ließ die Scheibe rotieren, so dass sich die Flüssigkeit als dünner Film auf dem Datenträger verteilen konnte. Die Messung ergab einen Reinigungseffekt von mehr als 95 Prozent. Allerdings konnten so lediglich 150 Milliliter pro Minute geklärt werden. Für den Einsatz im realen Umfeld wäre es denkbar, viele Discs aufgereiht zu verwenden, um den Durchsatz wesentlich zu erhöhen.

Nun gut, wir sind hier keine Physiker und überlassen das Fachchinesisch den Profis: in dem ausführlichen, englischsprachigen Artikel von Optics InfoBase sind weitere Informationen, Grafiken und Bilder zu finden, welche den Vorgang detailliert beschreiben.

Wohin mit den alten CDs und DVDs? Diese Frage hat sich sicherlich jeder schon gestellt, angesichts der Flut ausgedienter Datenträger. Das klingt doch nach einem vernünftigen Verwendungszweck!

Die Musikkassette wird 50 – Happy Birthday MC

Schon gewusst? CUE Sound hatte 1981, damals noch als CUE-Recording im beschaulichen Lienen (in NRW bei Münster), seine Anfänge in der MC-Kopierung (siehe auch CUE Sound Historie). Vergangenen Monat schrieben wir über die Rückkehr der Kassette. Nun feiert sie ihren 50. Geburtstag. Da sagen wir doch mal Happy Birthday und Alles Gute.

Erfunden wurde die Audiokassette vom Niederländer Lou Ottens, damals Ingenieur bei Philips. Der heute 87-jährige Ottens hat übrigens auch die CD mitentwickelt. Doch zurück zur MC. Die Philips Compact Cassette wurde Ende August 1963 vorgestellt und löste somit die sperrigen, großen Tonbänder ab. Und zwar auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin, die ja auch bald wieder stattfindet. So kam es dazu, dass man vor allem in den 1980er und 1990er Jahren Musik vom Radio aufnahm (und wie sehr man es hasste, wenn der Radiomoderator zu früh losplapperte) oder von Schallplatten auf das Tonband überspielte. Das Geschrei war groß, wenn ein Bandsalat entstand und schnell ein Bleistift her musste.

Mittlerweile ist in vielen westlichen Ländern die Produktion von Compact Cassetten zwar eingestellt worden, aber in einigen Nischen ist das robuste Medium nach wie vor beliebt: zum Beispiel bei Bandprojekten mit DIY (Do-It-Yourself)-Attitüde oder im Kinderzimmer als Hörspiel.

50 Jahre . Die Compact Cassette hat viel erlebt

50 Jahre sind eigentlich kein Alter. Dennoch hat die Kassette schon einiges mitgemacht. Eine zeitlang war sie sogar, zumindest bei Einigen, nicht besonders beliebt. Mit  Home Taping Is Killing Music startete die Industrie aus der Befürchtung heraus, dass durch das Kopieren Umsatzrückgänge hervorgehen, eine Kampagne, die das Erstellen von Mixtapes kriminalisierte. Kommt einem Bekannt vor, was? Kam auch damals nicht so gut an. Nun wie auch immer… Der Beliebtheit der Kassette hat es keinen Abbruch getan. Sogar heute ist die Kassette noch schick. Schließlich klemmen sich nicht wenige plötzlich eine Schutzhülle in Kassetten-Optik an Ihr iPhone oder Smartphone. Retro ist schick und smart. Heute wie damals in den 1980er-Jahren als Sony mit dem Walkman das Hörverhalten von Musik revolutionierte, indem man quasi überall unterwegs seine Kassetten anhören konnte. Ihren Höhepunkt hatte die MC im Jahr 1991, mit einem Absatz von knapp 1,5 Millionen Stück. Mit der Entwicklung neuer Technologien ging es dann stets bergab für die Kassette.

Heute, im Zeitalter der MP3 und Streaming-Dienste, ist es eine Selbstverständlichkeit, Musik schnell und überall verfügbar zu haben. Damals war das noch etwas Besonderes. Um der schnelllebigen Zeit mit diesem Bericht etwas Wind aus den Segeln zu nehmen, hiermit noch eine Buchempfehlung mit Bezug zur Kassette: Rob Sheffield – Love is a Mix Tape.

In Love is a Mix Tape erzählt Rob Sheffield, Redakteur beim amerikanischen Rolling Stone, entlang von 15 Musikkassetten die Geschichte seiner zu kurzen Liebe zu Renée, einem Mädchen, das eigentlich viel zu cool für den schüchternen Rob war, das sich aber trotzdem in ihn verliebte. Ein Punkrock-Girl, wie es sie nur in den 90er-Jahren gab, als Pavement, Nirvana und R.E.M. eine Musik-Explosion auslösten.Aber auch Elvis, die Rolling Stones, Missy Elliott, Yo La Tengo gehören zum Soundtrack ihrer gemeinsamen Geschichte. Sie heiraten, leben zusammen, kaufen sich einen Hund, und dann stirbt Renée. Rob schafft es nicht, in der gemeinsamen Wohnung zu bleiben, meidet Restaurants und Lokale, die er mit Renée besucht hat. Er schläft nicht und sucht Antworten in der Musik. Dabei ist es unwichtig, ob es sich um gute oder schlechte Songs handelt. Rob Sheffield gelingt es, unprätentiös, leicht und ohne falsche Hemmungen über den Schmerz zu schreiben, den der Tod eines geliebten Menschen auslöst.
– Quelle: Buch-Kurzbeschreibung bei Amazon

Ein Buch in die Hand nehmen nimmt der Digitalisierung erst Recht den Wind aus den Segeln. 😉

Musikmarkt wächst wieder – Deutsche bleiben der CD treu, Vinyl nimmt zu

Nach der Meldung über die Zunahme in der Videobranche teilte nun auch der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Montag Positives mit. Der deutsche Musikmarkt kann, nach jahrelangen Meldungen über rückläufige Entwicklungen, wieder einen Wachstumskurs vermelden. Im ersten Halbjahr 2013 legten die Erlöse um 1,5% auf 660 Millionen zu. Dies ist auch dem Zuwachs des digitalen Marktes aus Downloadportalen und Streaming-Diensten zu verdanken.

Jedoch liegt der Löwenanteil des deutschen Musikmarktes, trotz leichten Rückgangs von 2,5%, nach wie vor bei physischen Tonträgern. Die CD ist mit 67,5% Anteil noch immer des Deutschen liebstes Medium Die Schallplatte setzt ihren Aufwärtstrend der letzten Jahre in der Nische fort und erreicht mittlerweile wieder einen Anteil von 1,8%. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 ist der Vinyl-Umsatz um 30% gestiegen.

Eine Gesamtübersicht über die verschiedenen Marktsegmente im ersten Halbjahr 2013 stellt der BMVI hier zur Verfügung.

CUE Sound hilft natürlich gerne weiter bei Deiner Musikveröffentlichung. Neben den umfassenden Leistungen rund um die Herstellung von Audio-CD, Musik-DVDs, Vinyl-Pressung und Service für Audio-Mastering bieten wir nach wie vor Sonderkonditionen für Musiker an.